Rund ums Schreiben Teil 3 Der Kugelschreiber

Kugelschreiber

Montbalnc Kugelschreiber

In den 40iger Jahren wurde eine neue Schreibtechnik entwickelt, die das aus für den Kopierstift bedeutete. Es war der Kugelschreiber.
Der Kugelschreiber ist heute das beliebteste und am meisten verwendete Schreibgeräte. Bis man jedoch von einem einigermaßen funktionierenden Kugelschreiber sprechen, vergingen einige Jahre. Das Problem der ersten Kugelscheiber lag weniger in der Konstruktion, als an der geeigneten Schreibflüssigkeit. Es musste eine Tinte mit hoher Zähflüssigkeit gefunden werden.
Die Brüder Biro entwickelten eine Schreibflüssigkeit auf Öl-Wasser-Basis. Diese war viel zähflüssiger als Tinte. Deshalb spricht man beim Kugelschreiber auch nicht von Tinte, sondern von einer Kugelschreiber Paste.1947 war dann mit vier Minen der erste Vierfarbkugelschreiber von Waterman geboren.
Der erste Parker Kugelschreiber kam 1954 auf den Markt. Dieser unterschied sich von allen anderen im wesentlichen durch die Druckknopfmechanik und der ersten auswechselbaren Großraummine. Diese Mine gilt bis heute als das Vorbild der Großraumminen. Diese Mine schreibt vier bis fünfmal länger als eine andere Mine.
Heute gibt es Kugelschreiber in vielen Variationen und verschiedenen Mechaniken.

Großraummine

Großraummine

Druckknopfmechanik

Bei der Druckkopfmechanik wir am Ende der Kugelschreiberkappe auf den Knopf gedrückt. Dadurch wird die Mine aus oder eingefahren.

Die Kappenmechanik

Bei der Kappenmechanik wird durch Druck auf das Kappenende die Mine ausgefahren bzw. eingefahren.

Die Drehmechanik

Um die Minen aus und einzufahren muß man bei der Drehmechanik das Kappenende nach links oder rechts drehen.

Steckkappe

Hier gibt es keine Mechanik. Die Mine steckt fest im Stift und wird nach Gebrauch mit einer Kappe verschlossen.
Kugelschreiberminen gibt es von den meisten Herstellern in den Strichstärken Fein, mittel und Breit.
Häufige Fragen „meine Mine kratzt“ oder „die Mine schmiert“
Die Spitze einer Kugelschreibermine besteht aus einer stabilen Kugel in einem feinwandigen Edelstahlmantel. Je feiner eine Mine schreibt desto weniger schaut die Kugel aus dem Edelstahlmantel heraus. Kratzt eine Mine ist die Schreibhaltung meistens so schräg das die Kugel nicht mehr rollen kann.
Schmiert eine Mine ist häufig der feine Edelstahlmantel, der um die Kugel liegt beschädigt. Dies kann durch fallen der Spitze voran auf den Boden geschehen.
Noch ein Tipp, wenn eine Mine nicht sofort anschreibt, einfach beim ersten Strich etwas fester aufdrücken. Gelagerte Minen versiegeln sich selbst, damit die Paste nicht verdunstet und austrocknet. Wenn sich die Kugel wieder dreht wird die Versiegelung unterbrochen und der Kugelschreiber schreibt wieder.
In meinem nächsten Beitrag werde ich Euch etwas über Füller erzählen. Freuen sie sich schon jetzt darauf.

Bereits erschienene Teile Zur Serie

Thema 1 Schrift und Schreibutensilien

Thema 2 Die Entwicklung der Schreibgeräte

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